Buch zum Fall Herberstein

Anfang März erscheint die Enthüllungsstory des Falles Herberstein. Das Buch verspricht spannend und unterhaltsam zu werden.

er ehemalige Verwalter von Herberstein, Heinz Boxan, verfasste aus aktuellem Anlass ein Buch über seine wahre Geschichte in der Causa Herberstein.
Mit seiner Selbstanzeige brachte er den Fall ins Rollen, fungierte als Kronzeuge im Prozess und wurde letztendlich als Einziger mit Andrea Herberstein verurteilt. Er fasste eine bedingte Strafe aus. Der Urteilsverkündung konnte der schwer herzkranke Mann nicht beiwohnen.
Für seine Fehler einstehen
Sein Fehler – für den er auch einsteht – bestand darin, 30 Jahre „treu“ gedient zu haben. Doch dann wurde es ihm zu viel. „Meine unbeirrte Weigerung, keine ,Drecksarbeit’ mehr für Andrea Herberstein erledigen zu wollen, machte sie wütend“, berichtet er.
Er ließ die Vorgänge auf Schloss Herberstein hochgehen und sorgte mit bis dahin nicht entdeckten Betrügereien für größtes Erstaunen. „Niemand stieß sich an der höchsten Konfusion bei Wirtschaftstreibenden, Beamten und Leuten aus der Politik, die sich haben einbinden lassen“, so Boxan. Selber sagt er von sich: „Ich bin eigentlich ein ziemlich kleiner Fisch, den man eher hoch zum Trocknen hingehängt hat. Ich habe durch meine Art der Offenlegung der Republik und dem Volke ein Vermögen erspart und bin selbst bitter eingefahren.“
Im Buch nun erzählt er seine Perspektive der Geschichte und will die LeserInnen staunen lassen, wer alles wofür und weshalb ungeschoren davonkam.
So entstand das Buch
Verleger Reinhard Wernbacher brachte Heinz Boxan mit dem Autor, Journalisten und „kunst ost“-Koordinator Martin Krusche zusammen. Dieser fungierte in weiterer Folge als Sekretär im Verfassen des Buches. Im Extrazimmer des Gasthofs Wurm in Gleisdorf bekam die Geschichte ihre Struktur – spannend, fundiert, humorvoll, zynisch.

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