Die Zeiten bleiben variabel
Fürstenfeld: Fürstenfeld | Die Öffnunszeiten im Handel werden im Zentrum vorläufig nicht vereinheitlicht.
Mit einem City-Check, durchgeführt von der Initiative „Netz.Werk.Stadt“, wurden die wirtschaftlichen Chancen von Fürstenfelds Innenstadt untersucht. Eine der Forderungen für die erfolgreiche Positionierung des Zentrums gegenüber den Einkaufszentren war eine Vereinheitlichung der Öffnungszeiten bei den Handelsbetrieben im Innenstadtbereich an den Samstagnachmittagen. Während größere Geschäfte und Ketten generell offen hielten, schlossen kleinere Betriebe zur Mittagszeit ihre Pforten. Ein entsprechender Testlauf fand vom 19. November 2011 bis zum 14. Jänner 2012 statt.
Zu hohe Personalkosten
„Nach der Testphase gab es eine Sitzung mit den Innenstadtkaufleuten. Obwohl die Unternehmer mit dem Geschäftsgang zufrieden waren, fallen für die Kleinunternehmer zu hohe Personalkosten an. Daher können sie in der umsatzschwächeren Zeit wie im Jänner oder im Feber an den Samstagnachmittagen ihre Läden nicht offen halten. Die größeren Betriebe schließen ohnehin erst um 17 Uhr“, fasst der Stadtgruppenobmann des Wirtschaftsbundes, Horst Himler, das Ergebnis des Plenums zusammen.
Roberto Schandor, Betreiber eines Bioladens, erklärt dazu, dass seine Kunden vorwiegend an Samstagvormittagen bei ihm einkaufen. Deswegen sei es für ihn wichtig, in diesem Zeitraum mit Personal gut besetzt zu sein, um lange Wartezeiten zu verhindern. Die Nachmittage rechnen sich für ihn nicht. Die nötige Frequenz sei nicht vorhanden.
Hoffnung liegt auf H&M
Für Wilhelm Totter, Inhaber des gleichnamigen Schuhgeschäftes, stellt sich die Situation anders dar. „Wir haben seit Jahren jeden Samstagnachmittag geöffnet und gute Erfahrungen gemacht. Wichtig für die Kunden ist es, zu wissen, dass vor allem die großen Modegeschäfte erst abends schließen. Totters Hoffnung liegt auf einem positiven Ausgang der Verhandlungen seitens der Stadt und Bürgermeister Werner Gutzwar mit der Modekette H & M. Die Ansiedelung wäre ein Lottosechser für die Innenstadt", so Totter.
