Im Cup ohne Grenzen der große Gesamtsieg
Rallye: Alfred Kramer über ungewöhnliche Unfälle, den Cup-Sieg und seine Ziele.
Beim Rückblick auf die abgelaufene Rallye-Saison kann Alfred Kramer wieder lachen. Dabei war’s zu Saisonbeginn alles andere als amüsant. Von Beginn an hatte der „Highlander“ mit Problemen zu kämpfen.
Bei der ersten Rallye im Zuge des „Alpen Adria Rallye“-Cups in Italien (Gemona) hatte er zwei „Patschen“ und musste zudem unterwegs die Kardanwelle reparieren. „Das hat uns Zeit gestohlen, der Sieg war dahin“, fügt er hinzu. Dann kam der Staatsmeisterschaftslauf im Lavanttal und damit verbunden der wohl kurioseste Unfalle seit langem.
Ausritt in die Botanik
Kramer hatte einen Ausritt in die Botanik. „Das wäre alles nicht weiter schlimm gewesen. Das Auto hat ein paar Schrammen abbekommen, wäre, wenn wir nicht in einem Graben gelandet wären, noch fahrtüchtig gewesen. Doch dann fiel Hannes Jagarinec auf der gleichen Stelle raus und landete mit seinem Auto auf meinem“, kann Kramer heute darüber schmunzeln. Es folgte eine reparaturtechnische Meisterleistung. „Mit Hilfe eines Italieners bekam ich schnell eine neue Karosserie. Mit meinem Team und Freunden haben wir das Auto binnen fünf Tagen startklar gemacht“, so Kramer.
Bei der darauffolgenden Triestingtal-Rallye war er also startklar, hatte aber in Sonderprüfung vier einen Ausfall. Von da an ging es bergauf. Bei der „Jacques Lemans“-Rallye vor der eigenen Haustüre wurde er hinter Patrick Winter Zweiter. „Nüchtern betrachtet hatte ich gegen den Evo 9 von Winter keine Chance. Er hatte zum Schluss auch mehr als eine Minute Vorsprung“, ist Kramer fair. Nach der Sommerpause gewann er drei Rallyes, und beim Showdown in Italien fuhr er „Highlander-untypisch“ mit Bedacht auf Platz drei.
Grundsätzlich hält Kramer die Einführung des „Alpen Adria Rallye“-Cups für eine gute Idee: „Es ist eine kostengünstige Möglichkeit, den Rallyesport auszuüben, sich mit anderen Nationen zu messen.“ 2012 sind keine Starts in der Staatsmeisterschaft geplant. Seinen Cup-Titel will er verteidigen, am Parallel-Rallyecross in Slowenien teilnehmen.
