Auf den Hohn folgt Provokation

Redaktionsleiter Heimo Potzinger

Während Europas Politiker verbissen an einer Lösung der Schuldenkrise tüfteln, denkt Griechenland laut über ein Rüstungsgeschäft nach. Laut Medienberichten im eigenen Land wollen die Hellenen 400 Panzer des Typs „M1A1 Abrams“ kaufen. Dabei sind die Ausgaben für die Streitkräfte in Griechenland weitaus höher als im OECD-Schnitt. Immer wieder hagelte es deshalb Kritik am griechischen Militäretat. Statt Dank für ihre Hilfe ernten die Bürger Europas von den Griechen nichts als Hohn.
Zig Milliarden Euro fließen von der EU nach Athen, um die Griechen über Wasser zu halten – darunter Geld österreichischer Steuerzahler. Das Land steht vor dem Staatsbankrott, dennoch werden die Hilfsgelder lieber in die Aufrüstung gesteckt. Obendrein schmeißt die Regierung die geborgten und geschenkten Euro-Scheine auf den US-Markt. Die Griechen kaufen ihre Panzer nämlich nicht in Europa, sondern in den USA ein. Das ist nicht Hohn, sondern Provokation.

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