Filmkritik: True Grit
WESTERN / USA 10 / 110min. / R: Ethan und Joel Coen / mit Jeff Bridges, Matt Damon, Hailee Steinfeld
Western sind out. So lautete lange Jahre die Devise in Hollywood. Zwischenzeitliche Ausreißer hießen Brokeback Mountain oder Kevin Costners Open Range. Sie fanden neue Zugänge zum verstaubten Genre, so wie es auch beim herrlich bebilderten True Grit der Fall ist. Die 14-jährige Mattie (Hailee Steinfeld) will den Mord an ihrem Vater rächen und heuert den abgehalfterten US-Marshall Rooster Cogburn (Jeff Bridges, Crazy Heart, Iron Man) an, der sich zusammen mit dem resoluten Teenager und Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon, Die Bourne Identität, Departed) auf die Jagd begibt – eine frische, wenn auch nicht übermäßig originelle Idee. Zudem bedient sich True Grit allerlei typischer Western-Elemente. Aber macht nichts, denn auf alle Fälle empfiehlt sich das Werk der Coen-Brüder aufgrund des Casts, allen voran Jeff Brigdes, der seine mit viel Humor angelegte Rolle köstlich verkörpert. Während Matt Damon keinen schauspielerischen Vogel abschießt, feuert Steinberg eine ganze Salve starker Sager ab. Zusammen mit Bridges durchreitet sie die stringente und stets lebhafte Handlung mit Witz, während die dramatischen Elemente für Tiefgang sorgen. FAZIT: Plädoyer für die Rückkehr zum cineastischen Wilden Westen! (Christoph Reicht)
