Ein Leitfaden für Ortschefs

Johann Absenger, Gerfried Weyringer, Hans Lampl, Josef Niggas, Margareta Deix, Herbert Naderer präsentierten den Leitfaden. Foto: Hans Ast (Foto: Hans Ast)

Deutschlandsberg: Deutschlandsberg | Die von der Wirtschaft forcierte Verlängerung der Schwellenwerte-Verordnung wurde vom Ministerrat beschlossen. „Das ist eine deutliche Bestätigung für das seit 2009 erfolgreich praktizierte Vergabe-Modell. Damit wurde die Verlängerung der Anhebung der Freigabe-Grenzen bei öffentlichen Aufträgen bis Ende 2012 umgesetzt“, freute sich WK-Obmann Hans Lampl bei einem Pressegespräch in der WK Deutschlandsberg. Durch die Schwellenwerte-Verordnung können nämlich Länder und Gemeinden Aufträge bis zu einem Wert von 100.000 Euro bzw. von einer Million Euro ohne Bekanntmachung direkt an regionale Unternehmen vergeben. Gemeinden ersparen sich damit teure und langwierige Vergabeverfahren. „Durch diese Vereinfachung profitieren vor allem unsere Klein- und Mittelunternehmen und die Wertschöpfung bleibt in den Regionen“, freute sich der Kammerobmann. Allein in der Steiermark mache der „Kuchen“ 280 Millionen Euro aus. So haben Berechnungen der KMU Forschung Austria ergeben, dass eine Million zusätzlichen Auftragsvolumens der öffentlichen Hand für die betroffene Region zehn Arbeitsplätze und eine Lehrstelle schaffen. Außerdem erhöhe sich die regionale Kaufkraft um rund 200.000 Euro. Auf Initiative von Lampl wurde mit Gerfried Weyringer, zuständig für das Vergaberecht bei der Wirtschaftskammer, ein Vergabeleitfaden für die Bürgermeister erstellt, der in zehn Schritten die regionale Auftragsvergabe einfach und verständlich erläutert. „Das Gesetz gibt den Bürgermeistern die Möglichkeit, dieses Instrument auszuspielen. Unser Ziel ist es, dass diese Verordnung auf Dauer fixiert wird“, betonte Weyringer. Bei der Gemeindebundsitzung im Bezirk Deutschlandsberg wurde der Vergabeleitfaden schon präsentiert und löste ein sehr positives Echo aus, wusste Bürgermeister Josef Niggas zu berichten. Der Leitfaden wird nun flächendeckend in allen Bezirken vorgestellt. Text und Foto: Hans Ast

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2 Kommentare zum Beitrag
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Heinz Pucher aus Lannach am 04.12.2011 um 12:36 Uhr  
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Heinz Pucher aus Lannach am 13.03.2012 um 09:39 Uhr  
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