Bezirk Deutschlandsberg: Die Landwirte starten ohne Jammerei durch
Deutschlandsberg: Deutschlandsberg | Bauern in der Region atmen auf: Beim Ferkelschutzkorb wurde ein akzeptabler Kompromiss gefunden.
Gravierende strukturelle Veränderungen haben in den vergangenen Jahren viele Landwirte in die Knie gezwungen. Viele Betriebe gaben europaweit auf – und auch in der Region waren die Hilferufe nicht zu überhören. Doch diesmal herrscht Zufriedenheit, auch wenn den Landwirten generell vorgeworfen wird, dass sie ständig jammern. „Beim Ferkelschutzkorb ist ein akzeptabler Kompromiss gelungen“, freut sich die Bauernbund Jugend. Die Einigung garantiere einerseits die Versorgung mit sicheren Lebensmitteln aus österreichischer Produktion, andererseits höchste Sicherheitsstandards.
Einigung erfreut Bauern
„Für die heimischen Schweinehalter, die in den letzten Monaten ungerechtfertigten Angriffen von Tierschützern ausgesetzt waren, gibt es jetzt endlich wieder Rechtssicherheit und Planbarkeit der Investitionen“, sagten Johann Deix und Markus Brandmayr, Präsidiumsmitglieder der Österreichischen Jungbauernschaft, zur präsentierten Einigung zwischen den Bundesministern Alois Stöger und Niki Berlakovich. Auch Styriabrid-Obmann Josef Polz und Bauernkammerobmann Karl-Heinz Knaß zeigen sich über die Einigung bei der Kastenhaltung von Schweinen erfreut.
Postives Echo aus der Region
„Für unsere Schweinebauern ist das ein guter Kompromiss. Wichtig für die Strukturen in der Steiermark ist dabei auch die 20-jährige Übergangszeit“, erklärt Karl-Heinz Knaß, der darauf verweist, dass es damit wieder die Möglichkeit gibt, vorausschauend zu planen. Denn schließlich „sitzen alle in einem Boot“, da auch die regionale Wirtschaft davon profitiere. Mit weiteren positiven Aussichten lässt auch Josef Polz aufhorchen: „Wir erwarten für heuer und für 2013 vom Markt her kostendeckende Preise. Die Durststrecke ist vorbei.
Die Styriabrid Gmbh informiert:
Die steirische Schweineproduktion sichert in unserem Bundesland mehr als 10.000 Arbeitsplätze. Sie konzentriert sich auf die Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Radkersburg, Feldbach, Fürstenfeld und Hartberg. [...] Dioxinskandale, Nitrofenskandale und andere kommen alle aus Gebieten, in denen die Struktur der Landwirtschaft teils völlig entglitten ist und Produktionseinheiten in für uns unvorstellbaren Dimensionen entstanden sind. Wir in Österreich setzen weiterhin auf den heimischen Bezug und die Kreislaufwirtschaft.
Martina Schweiggl
Waltraud Fischer
