Zukunft der Radsportwoche: Ein Radljahr mit Zäsuren

Tourismusobmann Gerhard Krois freut sich auf die offizielle Eröffnung der Koralm-Mountainbikestrecke. Foto: M. Schweiggl

Deutschlandsberg: Deutschlandsberg | Während am 1. April die Mountainbike Koralmstrecke freigegeben wird, steht die Zukunft der Radsportwoche in den Sternen.


Eine Erweiterung des Angebots für alle Radsportler und ein „Abschied mit Wehmut“ – das erwartet alle Pedalritter im Jahr 2012 in der Bezirksstadt Deutschlandsberg, die sich – österreichweit – als Zentrum für den Radsport präsentiert.

Neue Strecke ab 1. April
So wird am 1. April die 42,5 Kilometer lange permanente Mountainbikestrecke vom Jugend- und Familiengästehaus in Deutschlandsberg über Glashütten, Osterwitz, Trahütten und die Burg Deutschlandsberg freigegeben. Am 9. Juni wird die offizielle Eröffnung gefeiert. „Auch bekannte Mountainbike-Größen werden bei der Eröffnung mit dabei sein“, verrät Gerhard Krois, Obmann des Tourismusverbands Schilcherheimat. Die Beschilderung sei bereits fertig gestellt. Darüber hinaus werden auch vier Übersichtstafeln sowie Tafeln mit Verhaltensregeln dafür sorgen, dass niemand vom rechten Weg abkommt. Denn eine gute Zusammenarbeit mit Grundbesitzern und Jägern liegt den Verantwortlichen besonders am Herzen. Ebenso wie die Errichtung einer Radstrecke für Familien Richtung Frauental, die noch heuer entstehen soll. Seit letzten Herbst stehen beim JUFA darüber hinaus 20 E-Bikes zur Verfügung.

Aus für Radsportwoche?
Eine Zäsur wird es schließlich in Hinblick auf die Weltradsportwoche geben, die heuer vom 13. bis 19. August in Szene geht. „Insgesamt findet die Radsportwoche zum 40. Mal statt. In Deutschlandsberg feiert sie in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum“, so Krois, der dieses Riesenevent nun mit seinem Team selbst ein Vierteljahrhundert lang organisiert hat. Doch damit soll nun Schluss sein. „Die diesjährige Radsportwoche wird die letzte sein, die ich organisiere“, lässt Krois die Katze aus dem Sack. „Es war eine schöne Zeit. Die Veranstaltung ist gewachsen und hat jetzt ihren Zenit erreicht“, verweist Krois auf den Erfolg der Radsportwoche, die zu Beginn mit rund 350 Radfahrern in Szene ging und heute den sportlichen Ehrgeiz von über 1.000 Radfahrern weckt. Als Grund für seine Entscheidung nennt der Tourismusobmann die Kürzung von finanziellen Mitteln durch die Gemeinde. „Die Radsportwoche ist eine Veranstaltung, die einiges kostet. In Zeiten wie diesen müssen wir zuerst unsere Kernaufgaben erfüllen. Touristische Events gehören nicht zu den Basisleistungen einer Stadt“, begründet Bgm. Josef Wallner die Kürzung der Subventionen. Während für Krois – welchen seine Entscheidung auch „wehmütig stimmt“, denn „eine solche Veranstaltung wächst ans Herz“ – die Zukunft der Radsportwoche in den Sternen steht, gibt es für Wallner nun zwei Möglichkeiten: Entweder es finde sich ein neues Team, das die Veranstaltung organisiert und betreut, oder sie gehe u.U. wieder in Hartberg in Szene. Dort hätte man bereits Interesse bekundet. Ob die Radsportwoche heuer das letzte Mal in Deutschlandsberg stattfindet oder auf Fortsetzung hoffen darf, wird sich in nächster Zeit entscheiden.

Autorin: Martina Schweiggl

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