Bildergalerie Kindersicherer Bezirk Deutschlandsberg - Kindersicherheitswoche

    

Deutschlandsberg: Kindersicherheitswoche | 1. KINDERSICHERHEITSWOCHE IM
KINDERSICHEREN BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG
Aktivitäten zur Kindersicherheit/ Entwicklung der Kinderunfallzahlen
„Verhindern ist besser als zahlen“
Die neuesten Ergebnisse des österreichischen Pilotprojektes KINDERSICHERER BEZIRK sind erstaunlich: Rund 350 Kinder (=17 Schulklassen) weniger haben sich seit Start des Projekts (2007) in Deutschlandsberg bei Unfällen verletzt. Um diese Ergebnisse weiter zu verbessern, findet heuer die 1. Deutschlandsberger KinderSicherheits-Woche statt. Möglich wurden sie und die bisherigen Erfolge durch gezielte Aktivitäten sowie das besondere Engagement und die tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten im Bezirk.
Mit dabei im „gemeinsamen Boot“ Gastgeber & Hausherr Bgm Josef Niggas, Lannach, Maga Elisabeth Grossmann, Landesrätin für Bildung, Jugend, Frauen und Familie und in Vertretung von LH Mag. Franz Voves, LAbg. Manfred Kainz in Vertretung von LH-Stv. Hermann Schützenhöfer , Univ.Prof. Dr. Michael Höllwarth, Chef der Kinderklinik und Präsident GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, VS-Dir. Brigitte Stricker , Direktorin der VS Lannach, Dr. Elisabeth Schweitzer, Mitglied Lenkungsausschuss Kinderschutzzentrum Deutschlandsberg , Christoph Rabl, Musiktheater Traumfänger, BH HR Dr. Helmut Theobald Müller , die Projektbetreuerin seit Anbeginn, Sabine Distl - und alle zogen an einem Strick
Bürgermeister Sepp Niggas, Lannach, war es vorbehalten die große und illustre Runde in Lannach herzlich zu begrüssen.
Mag.a Elisabeth Grossmann, bezeichnete das österreichische Pilotprojekt KINDERSICHERER BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG , das 2007 aus der Taufe gehoben wurde, dank zahlreicher engagierter Maßnahmen und Aktionen als ein Vorzeigeprojekt : So wurden seit dem Projektstart 350 Kinder weniger in einen Unfall verwickelt!
„Und da geht es nicht nur um eine Einsparung von medizinischen Kosten, sondern hauptsächlich darum, dass vielen Familien im Bezirk großes Leid erspart geblieben ist. Ich hoffe, dass sich der Erfolg dieser Kindersicherheitsinitiative wie ein Lauffeuer in der ganzen Steiermark verbreitet und sich andere Regionen Deutschlandsberg als Vorbild nehmen: Denn besser kann man Geld gar nicht anlegen, als in Unfallverhütung und –Vorbeugung“
LAbg. Manfred Kainz: „Das Projekt Kindersicherer Bezirk Deutschlandsberg ist ein weg weisender Beitrag um die wichtigsten Mitglieder der Gesellschaft - unsere Kinder - in möglichst allen Lebenssituationen zu (be)schützen. Besonders wertvoll ist der hohe Bezug zur Praxis - mit Hilfe der Veranstaltungen in der KinderSicherheitsWoche sollen nicht nur die Erwachsenen geschult und mit nützlichen Informationen versorgt" werden, sondern vor allem auch die Kinder selbst auf die unterschiedlichsten Situationen in der Schule, in der Freizeit, im Verkehr, im Haushalt etc. bestmöglich vorbereitet werden. Der größte Fürsprecher für dieses Projekt ist wohl die positive Entwicklung der Unfallstatistik - die Zahlen sprechen eindeutig für die Prävention.“ Er kündigte abschließend einen gemeinsamen Antrag mit LAbg Kröpfl im Landtag an, dieses „Kindersichere“ Projekt auf die ganze Steiermark auszudehnen.
UnivProf. Dr. Höllwarth: " Ich danke allen Unterstützern und Mitarbeitern dieses Projektes, das im Jahr 2007 gestartet wurde und der Bezirk Deutschlandsberg kann stolz darauf sein, dass mittlerweile rd. 1 Mo € an Gesamtkostenersparnis – bei Einsaprugn von medizinischen Kosten von € 300.000.--- bei Kinder-Unfällen erspart worden ist. Der Rückgang dieser beträgt im Bezirks seit dem Jahre 2007 von 14 Prozent. Das Ziel muss es sein, Unfälle die unnötig sind weitgehend zu eliminieren und die Bewusstseinsbildung weiterhin zu forcieren".
Direktorin Brigitte Stricker und Mitglied des Lenkungsausschusses „Kinder sind unser wertvollstes Gut, und so muss ihre Gesundheit, ihr Wohlergehen und ihre Sicherheit ein verpflichtendes Anliegen für jeden Erwachsenen sein.“ Die eindrucksvolle Verwirklichung von Maßnahmen zur „Kindersicherheit" findet im Projekt KINDERSICHERER BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG von „Große schützen Kleine" statt. Seit April des vergangenen Jahres bin ich als Vertreterin der Pflichtschulen Mitglied im Lenkungsausschusses des Bezirkes und somit aktiv vor allem in den Bereichen tätig, wo „Schulkindsicherheit" Thema ist. Viele Organisationen und Institutionen unterstützen uns mit einem breiten Spektrum von Aktionen, die einerseits auf das Thema Kindersicherheit aufmerksam machen, andererseits aber auch den Kindern im Rahmen dieser Events die Möglichkeit bieten, nachhaltige Erfahrung zur Gefahrenvermeidung in den einzelnen Risikobereichen zu sammeln. Von Seiten der Schule sind wir aber auch bemüht,
durch die „BEWEGTE SCHULE" unfallverhütende Arbeit zu leisten (bessere Motorik, Koordination und Balance),sowie gezielt Projekte zur Gewalt- und Mobbingprävention anzubieten und den Umgang mit den eigenen und den Gefühlen der anderen zu trainieren. Wichtig im Bereich der Schule ist aber auch, die Eltern fix in diese Teilprojekte einzubinden und ihnen somit klar zu machen, dass SIE das direkte und wichtigste Vorbild für ihre Kinder sind. Jeder nicht geschehene Unfall, jedes nicht an Körper oder Seele verletzte Kind ist Lohn und Motivation, an diesem Projekt mitzuarbeiten und Verpflichtung, auch nach Ablauf der Projektphase, im Sinne der Kindersicherheit tätig zu bleiben“.
Dr. Elisabeth Schweitzer, zu Mobbing bei Kindern
„Im Rahmen des Workshops sollen die Kinder für Mobbing sensibilisiert und auf unterschiedliche Formen des Mobbings aufmerksam gemacht werden. Mobbing ist ein Phänomen, das in Schulen sehr häufig vorkommt. Mobbing bedeutet Anpöbeln, Tyrannisieren, Schikanieren und Ausüben von Druck. Es ist eine spezielle Form der Gewalt, bei der ein Kind gezielt über einen längeren Zeitraum (mehr als einen Monat) hinweg schädigenden Handlungen ausgesetzt ist, ausgegrenzt oder isoliert wird. Während Burschen ihre Opfer eher direkt angreifen indem sie sie z.B. beschimpfen, schlagen oder erniedrigen, setzen Mädchen eher indirektere Formen des Mobbings ein, indem sie über andere Kinder Gerüchte verbreiten oder sie sozial isolieren. Charakteristisch beim Mobbing ist jedenfalls ein Machtungleichgewicht zwischen dem mobbenden und dem gemobbten Kind, wodurch es für das gemobbte Kind oft sehr schwierig ist, der negativen Beziehungsdynamik zu entkommen. Mobbinghandlungen können offen (körperliche oder verbale Angriffe) oder verdeckt (soziale Ausgrenzung, Gerüchte über jemanden verbreiten) sein. Vor allem, wenn es sich um die verdeckten Formen des Mobbings handelt, wird Mobbing oft sehr lange nicht erkannt. Hinzu kommt, dass Mobbing meist in unbeobachteten Situationen ausgeübt wird und sich betroffene Schülerinnen oftmals über längere Zeit hinweg keine Unterstützung suchen. Folgen von Mobbing können u.a. ein vermindertes Selbstwertgefühl, Konzentrationsstörungen, Leistungsrückgang, diverse psychosomatische Symptome, Ängste, Schlafstörungen oder depressive Episoden sein.
Nimmt man Mobbing wahr, ist es wichtig, nicht darüber hinwegzusehen, sondern klar einzugreifen. Zivilcourage ist also gefragt - einerseits um die gemobbten Kinder zu schützen, andererseits aber auch um den mobbenden Kindern zu signalisieren, dass dieses Verhalten unerwünscht ist und nicht geduldet wird. Greift man nicht ein, besteht die Gefahr, dass dieses Verhalten zur „Normalität" wird. Zudem ist es wichtig, bereits im Vorfeld präventiv zu arbeiten. Hierzu gehören z.B. ein Sensibilisieren der Schülerinnen für die Thematik, das Etablieren von Werthaltungen im Umgang mit anderen, das Aufstellen von klaren Regeln und Grenzen in der Schule, das Erarbeiten von Konfliktbearbeitungsstrategien sowie das Stärken der Handlungsfähigkeiten des Lehrpersonals.“
Christoph Rabl, Traumfänger Theater mit Seele zur Steiermarkpremiere
„Das Musiktheaterstück „Anna und der Wolf" geht der Frage nach, wie sich Mobbing und andere Formen der Gewalt für Kinder anfühlen und was dagegen getan werden kann.
In der Erzählform des Märchens greift das Theaterstück Motive der Grimmschen Märchenfiguren auf und verknüpft sie in einem dramaturgischen Bogen. Erzählt wird, wie das Mädchen Anna nach und nach Sozialkompetenz gewinnt und aus dem Sog ihrer Verzweiflung zu sich findet und neue Lebensperspektiven entwickelt.
In der Begegnung mit dem Froschkönig, dem Aschenputtel, dem 7. Geißlein und dem Rumpelstilzchen begegnet Anna ihren eigenen Problemen. Es gelingt dem Mädchen im Märchenwald, vor allem durch die helfende Beziehung mit „ihrem" Wolf, Schritte aus den Sackgassen ihrer Ängste zu setzen.
Die Kinder sind eingeladen, Anna auf ihrem Weg durch den Märchenwald zu begleiten und mit ihr am Ende zu gewinnen. Ganz in der Tradition des pädagogischen Leitbildes der Gruppe Traumfänger, werden statt dem moralisierenden Zeigefinger positive Bilder gezeigt, die mit viel Musik, Spaß und Einfühlsamkeit die Kinder ermutigen und ihre Lebenskompetenzen stärken wollen.
Weitere Informationen und Material für Pädagoginnen auf: www. kulturplattform-traumfaenqer.net Buchbar Mobil. 0676/ 680 588 7 Christoph.rabl@aon.at
BH HR Dr. Müller ist voller Freude, dass dieses Pilotprojekt im Bezirk Deutschlandsberg – Kostenpunkt bis dato rund € 200.000.--- so angenommen wurde und ist voller Zuversicht, dass nicht nicht nur die Eigendynamik sich dbzgl. fortsetzt, sondern auch die Internationale Zertifizierung als weltweit "Erster Kindersicherer Bezirk" noch in diesem Jahr vonstatten geht.
Mit dabei bei den anschließenden Aktivitäten u. a. die AUVA, „Helmi“, Aufprallsimulator vom ARBÖ, HGV Stainz, Rotes Kreuz; GKB-Schulbus, Feuerwehr, Ö.L.R.G., aber auch die Polizeispitze des Bezirkes mit ihrem Kommandanten Obstlt Zöhrer, der sich mit seiner Crew nicht nur den Ablauf genau ansah, sondern auch aktiv bei der Fahrradprüfung mitwirkte, u. v. m..
KINDERSICHERHEITSTAG – TAG DER EINSATZORGANISATIONEN
Im Rahmen der Kindersicherheitswoche im Bezirk waren die Einsatzkräfte am Zug
Vorweggenommen - alle Einsatzorganisationen des Bezirkes Deutschlandsberg waren am Donnerstag, 5. Mai , in und vor der Koralmhalle präsent . Begonnen bei der Feuerwehr über Rotes und Grünes Kreuz, Bergrettung. Polizei, bis zur Ö.L.R.G. (Österr. Lebensrettungs Gesellschaft) , Suchhundestaffel Grünes Kreuz etc. – sie alle stellten den ca. 400 besuchenden Kinder der HS und VS ihren Aktionsradius aber vor allem auch die präventive Arbeit ihrer Organisation vor.
Cheforganisatorin von „Große schützen Kleine“ Sabine Distl :
„Die Erhöhung der Kindersicherheit, Prävention von Kinderunfällen, Bewusstseinsbildung und Persönlichkeitsentwicklung, nachhaltige Erfahrungen zur Gefahrenvermeidung sammeln, Eltern als Vorbilder ins Geschehen einbinden, die Einsatzorganisationen und ihre Arbeit kennenlernen, das sind die Ziele“.
Und u. a. auch vor den „strengen Augen“ von BH HR Dr Helmut Theobald Müller mit NRAbg Josef Muchitsch, LAbg Manfred Kainz, BezPolizeiKdt Helmut Zöhrer mit ChefInsp Leo Foller und Vertretern der Stadtgemeinde Deutschlandsberg wurden die einzelnen Stationen auch von ihnen besucht und verifiziert.
Im Rahmen der 1. Deutschlandsberger Kinder- SicherheitsWoche - mit Unterstützung der Stadtgemeinde Deutschlandsberg - fanden folgende Themen dabei besondere Beachtung: Click & Check - sicherer Umgang mit dem Internet (Polizei Michael Lang), Erste Hilfe (Grünes und Rotes Kreuz), Bewegung und Koordination (Spirit of Sports), Sicherheit am und im Wasser (Ö.L.R.G. Österreichische Lebens- und Rettungs-Gesellschaft), Sicherheit beim Klettern/am Berg (Bergrettung und Alpenvereinsjugend Eibiswald ) und die Station „Vorsicht heiß" (FF Deutschlandsberg) aber vor allem Sicherheit um und am Rad – natürlich mit vorgeschriebenen Radfahrhelm und nicht einfach zu bewältigenden Parcours – waren die Stationen für die „Großen“ (Hauptschüler der 3 Klassen) .
Die KIGAS hatten es etwas angenehmer – sie konnten sich von bestens geschulten Ausbildern der FF Deutschlandsberg, vom Grünen und Roten Kreuz sowie den Hundeführerinnen des Grünen Kreuzes über Gefahren und Risken des Alltags fast spielerisch informieren lassen- ein Lob an die Menschen mit „besonderem Gefühl“.
Der Tenor von BH HR Dr. Helmuth Theobald Müller, der 14 von 60 verschiedene Veranstaltungen im dieser Kindersicherheitswoche persönlich besucht hat – auch mit dem Hintergedanken als „Erster kindersicherer Bezirk (im Herbst soll ja die Zertifikation erfolgen) der Welt“ zertifiziert zu werden: „ Alle Verantwortlichen sind „im Boot“ und wollen nur das eine – weniger unnötige Unfälle bei den Kindern“!
Imposant: Rund 6.000 Kinder im Bezirk Dlbg. besuchten die Aktionstage.

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