WM im Rechnen
Seit Sonntag ist Schladming offiziell WM-Stadt, und als solche Gegenstand eher aufgeregter politischer Rechenübungen. Der Leobener KPÖ-Abgeordnete Werner Murgg, Vorsitzender des Landtags-Kontrollausschusses, warnte vor einer Kostenexplosion und prophezeite eine Verdreifachung der ursprünglich veranschlagten Ausgaben auf bis zu 150 Millionen Euro.
Der Konter aus dem Büro von Landeshauptmann Franz Voves folgte prompt. „Wirr-Warr“ sei das, was Murgg da verbreite, alle Projekte seien im Plan. Na, da werden die Anfragen, welche Murgg bezüglich Schi-WM 2013 an alle Regierungsmitglieder gestellt hat, doch sicher schon bald ausführlich und zur vollen Zufriedenheit beantwortet.
Geradezu bezaubernd ist dieses Voves-Zitat: „Murgg und die KPÖ scheinen einige der wenigen zu sein, die sich keine WM in der Steiermark wünschen.“ Klar doch! Förderungen an Herberstein wurden einst ja auch nur deshalb thematisiert, weil die SPÖ keine Tierparks mag...
Aber schiefe Argumente und noch schiefere Folgerungen daraus beiseite: Einen Mahner a la Murgg zu haben, wird kein Schaden sein. Zumal es tatsächlich um riesige Summen geht. Dazu folgende Zahlenreihe: 4, 9, 22, 33. In Millionen ist das die Entwicklung des Außerordentlichen Haushaltes im Schladminger Stadtbudgetvoranschlag von 2008 bis 2011. Und über den Daumen darf man getrost davon ausgehen, dass alles oberhalb von 6 oder 7 zumindest mittelbar mit 2013 zu tun hat.
