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01.09.2009 12:34 Uhr

Filmkritik

Inglourious Basterds

Inglourious Basterds  -

Kriegs-Drama / USA 09 / 145 min. / R: Quentin Tarantino / mit Christoph Waltz, Brad Pitt, Daniel Brühl und Til Schweiger

Tarantino steht für Kult... und für ungewöhnliche Sichtweisen: Sein „Es war einmal...“-Naziland ist eine wunderbare Hommage an den französischen Film Noir (Bildersprache) und spricht jedem einzelnen Nazi jeglichen Respekt ab. Aufarbeitung bleibt wichtig, aber Tarantino zieht auf seine Art endlich einen „einritzenden“ Schlussstrich hinter diesem abscheulichen Kapitel. Rau und dreckig jagen seine „Inglorious basterds“ los und bescheren Aldo, dem Apachen (Brad Pitt als obercoole „Drecksau“), ihre Nazi-Skalps. Wie in einem Western werden keine Fragen gestellt und keine Gefangenen gemacht. Die Guten, die gekommen sind, um sich für die vielen Opfer zu rächen, müssen für diesen Racheakt allerdings ihren Preis zahlen. Die langen Dialoge strotzen vor Stärke und lassen immer eine gewisse Bedrohlichkeit mitschwingen - Sprache als versteckte Form für Unterdrückung und Macht.
Tarantinos Händchen für die Besetzung vom Hauptakteur (Pitt, Waltz, Laurent (!), Diehl) bis zu den Statisten (Bela B) ist vom Feinsten. Vor allem der Österreicher Christoph Waltz (SS) wird nicht umsonst zum Himmel gelobt: Er verbindet Charme und Bestie zugleich.

FAZIT: Witz, Wucht, Eleganz = Meisterwerk! (Christian Knittelfelder)

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