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18.08.2009 12:16 Uhr

Filmkritik

Public Enemies (Staatsfeinde)

Public Enemies -

Wieder einmal verkörpert Johnny Depp (Fluch der Karibik, Wenn Träume fliegen lernen, Sweeney Todd) einen der populärsten Kriminellen der Zeitgeschichte. Dieses Mal ist es John Dillinger, der in den 30er-Jahren den amerikanischen Banken ans Geld und dem FBI an die Nieren ging und als Robin Hood der Großen Depression berühmt, berüchtigt und beliebt wurde. Zu dem wahnsinnig präsenten und ausdrucksstarken Depp gesellt sich die großartige Marion Cotillard (Ein gutes Jahr, La vie en rose), die Dillingers Liebe Billie Frechette mimt und als FBI Agent Melvin Purvis Christian Bale (American Psycho, The Dark Knight, Terminator Salvation), der sich allerdings in Zurückhaltung und Minimalismus übt. Die enorme Detailtreue und eine Kamera, die so selten still steht wie John Dillinger, selbst sind bemerkenswert. Nahaufnahmen und ungewohnte Perspektiven geben beinahe den Eindruck einer Dokumentation, wirken aber oft zu bemüht und befremden teilweise sogar.

FAZIT: Trotz eines glänzenden und vor allem stylischen Johnny Depp bleibt diese Hommage an einen großen Public Enemy doch etwas farblos und eindrucksschwach. (Elisabeth Knittelfelder)

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