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04.08.2009 10:20 Uhr

Filmkritik

Selbst ist die Braut (The Proposal)

selbst ist die braut -

Romantik-Komödie / USA 09 / 108min. / R: Anne Fletscher / mit Sandra Bullock, Ryan Reynolds, Mary Steenburgen

Wenn sich nach fünf Spielminuten Fadesse einstellt, liegt das mitunter an der öden Vorhersehbarkeit des weitgehend ausgereizten Genres der Romantikkomödien. „Selbst ist die Braut“, nach Vorlage von Drehbuchdebütant Pete Chiarellis, ist das herzlich egal. Wenn Sandra Bullock (Speed, 28 Tage, Die Jury) als fiese Verlagschefin ihren leidgeprüften Untertan Andrew (Ryan Reynolds, X-Men Origins, Blade Trinity) zur unfreiwilligen Zwangsehe vergattert, kann man sich vorstellen, wo die Liebe schlussendlich hinfällt. Zum tausendsten Mal aufgewärmte Schmähs vom Dachboden runden das Bild der altmodischen Komödie nach Schema F ab.
Dass die Bilanz letztlich doch nicht so schlimm ausfällt, liegt zweifellos am intakten Wechselspiel von Bullock und Schönling Reynolds. Der gestählte Frauenschwarm mit seinen optischen Werten gepaart mit der 25-jährigen Filmerfahrung einer (noch immer) überzeugenden Sandra Bullock reißt das Ruder herum. Auch in den Nebenrollen, darunter Ex-Golden Girl Betty White, steckt zum Teil jene Qualität, die alle oben genannten Kritikpunkte ein wenig erblassen lässt.

FAZIT: Abgestandenes 08/15-Drehbuch von tollem Ensemble aufpoliert! (Christoph Reicht)

Stefan R.
06.08.2009, 09:15
so sind halt Kritiker
ich finde den film sehr amüsant und gut gehalten, schließlich handelt es sich um eine "Schnulzenkomödie". Identifiziert sich der "strenge" Kritiker jedoch nicht mit Komödien oder Romatikfilmen, so könnte doch das nächste mal jemand anderes die Kritik verfassen. Vielleicht wird die Kritik dann etwas erfreulicher, passend zu einer Komödie.
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