Im exklusiven Interview mit der WOCHE erzählt Ferdinand Roth, Chef der Modehaus Roth GmbH, was seinen großen geschäftlichen Erfolg ausmacht, was er als Spitzenkandidat der Fachgruppe Mode und Freizeit in der Wirtschaftskammer bewegen will und dass er als Genussmensch Sinn für die schönen Dinge des Lebens hat.
Was macht für Sie die Faszination Mode aus?
Die Faszination von Mode ist, dass man sich einfach in einem schönen neuen Outfit wohlfühlt bzw. besser fühlt.
Welche Bedeutung hat für Sie der Satz „Kleider machen Leute“?
Ich denke dieser Satz stimmt auf jeden Fall. Denn es heißt ja auch, ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Wohin geht der Trend in der Mode, weniger auf die Aktualität einer Saison bezogen, sondern generell?
Die Wünsche der Kunden beziehen sich immer auch auf Mode, die nach dem Fair-Trade-Prinzip hergestellt worden ist. So etwa ist es wichtig, dass es bei der Produktion keine Kinderarbeit gibt und gerechte Löhne bezahlt werden. Auch über die saisonalen Trends hinweg verlangt die Mode natürlich immer wieder nach vielen neuen Ideen und Innovationen.
Sie gehen als Spitzenkandidat in der neu geschaffenen Fachgruppe „Freizeit und Mode“ in die bevorstehende Wirtschaftskammerwahl. Welche Forderungen stellen Sie, was wollen Sie in der Wirtschaftskammer bewegen?
Vieles wurde seit dem Jahr 2005 bereits umgesetzt. So haben sich Modeabende und Unternehmertagungen, Fachexkursionen in Modehochburgen, die regelmäßige Weitergabe von Branchen-News, eine verbesserte Lehrlingsausbildung mit Musterlehrabschlussprüfungen oder Seminaren sowie eine neu geregelte Selbstständigenabfertigung und einiges mehr bestens bewährt. Eintreten werde ich für wichtige Ziele der Branche wie Entlastungen der Unternehmer bei Lohnnebenkosten, Erleichterungen für Arbeitgeber bei der Elternteilzeit oder einer Vereinfachung bei Zuschlägen im Kollektivvertrag. Neben einem ständigen Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmern sollen mehr Weiterbildungsseminare für Mitarbeiter abgehalten werden. Ziel ist, das Image des Lehrberufes zu heben, die Berufsschulen zu unterstützen oder eine modulare Lehrlingsausbildung einzuführen. Dazu kommen noch branchenbezogene Forderungen wie etwa Aktionstage für Mode, Sport und Schuhe, Branchenmessen und dergleichen mehr.
Welche Wahlbeteiligung erhoffen Sie sich beziehungsweise wie wichtig ist diese?
Die Wahlbeteiligung wird sicher eine sehr wichtige Rolle spielen. Zu unterscheiden gilt es dabei zwischen dem Gesamtergebnis und den einzelnen Gremien. In unserem Bereich nehme ich ein sehr großes Interesse an der Wahl wahr. Ich bemühe mich sehr darum, für die Leute etwas zu tun und zu bewegen. So sollen zum Beispiel in regelmäßigen Abständen gute Referenten für die Landesberufsschule finanziert werden. Zusätzlich werden sehr attraktive Fachveranstaltungen in Gleisdorf aber auch in anderen Orten organisiert. Der Besuch von Modemessen – wir waren bereits in Berlin und Paris – steht ebenfalls auf dem Programm. Es geht mir vor allem darum, Veranstaltungen zu haben, von denen alle Interessierten auch sehr stark profitieren können.
Welche Bedeutung hat der Standort?
Es ist allen Branchenmitgliedern klar, dass die Zentren immer stärker werden. Es werden immer mehr Leute von den kleinen Orten zu größeren abwandern. Die Zentralisierung und eine zentrale Lage werden immer wesentlicher. Man sieht schon am Beispiel Gnas, dass die umliegenden Dorfgemeinschaften Geschäfte an die Zentren verlieren. Ein ganz wichtiger Part sind in der Region daher die Bezirksstädte.
Derzeit sind in Ihrem Unternehmen acht Lehrlinge beschäftigt. Was motiviert Sie, jungen Menschen durch Ausbildung eine Zukunftschance zu geben?
In unserem Unternehmen sind derzeit 150 Mitarbeiter beschäftigt. Ungefähr ein Drittel davon hat auch bei uns gelernt. Es unsere Pflicht, unseren Nachwuchs selbst heranzuziehen bis hin zu Führungspositionen. Die Hausleiter wurden ebenfalls im Unternehmen ausgebildet. Wichtig ist auch eine gute Mischung zwischen jungem und erfahrenem Personal. Denn es ist sehr wichtig, für die Kunden die Qualität zu erhalten.
Wie wichtig ist es für den geschäftlichen Erfolg, dass die Familie dahinter steht?
Dass die Familie dahinter steht, sind 100 Prozent des Erfolges. Meine Gattin Linde arbeitet ebenso im Unternehmen mit wie meine Tochter Katrin Roth-Rauch und mein Schwiegersohn Rainer Rauch. Es ist auch vorgesehen, dass meine Tochter das Unternehmen weiterführen wird.
Haben Sie einen Wunsch, den Sie sich unbedingt noch erfüllen möchten?
Ich bin begeisterter Bergsteiger. So habe ich den Dachstein, den Großglockner, die Zugspitze und den Ortler bestiegen. Nun ist mein Ziel, auch noch den höchsten Berg Europas, den Mont Blanc, zu besteigen.
Sind Sie ein Genussmensch?
Ja, ich reise sehr gerne und möchte mir die Welt ansehen, ich liebe gutes Essen und Trinken, schöne Hotels sowie alles, was mit Design und Schönheit zu tun hat.
Was ist für Sie persönlich das höchste Gut?
Das höchste Gut sind für mich meine Familie und meine Mitarbeiter.






Sasstalbeach am 17. Juli
Schinkenfest, 17. und 18. 7. 2010
Sportfest Petzelsdorf, 10.7.2010
Egon 7 live, 8.7.2010
Wasserfest, 2.7.2010
Gungerlfest, 3.7.2010
Erlebnisnacht Straden, 2.7.2010
Lange Nacht des Einkaufs, 2.7.2010
Juego Finale, 25.6.2010
Sunset Party, 26.6.2010









