Im exklusiven Gespräch mit der WOCHE gibt Reinhard Ruck Einblick ins Privatleben. Er plaudert über Durchblick in der Krise und Weitblick in der Unternehmenspolitik.
Sie sind nicht gerade Ihr bester Werbeträger. Tragen Sie gar keine Brille?
Jetzt habe ich tatsächlich vergessen, meine Brille aufzusetzen. Aber mir geht’s so wie den meisten 40-Jährigen. Beim Lesen werden die Hände schon fast zu kurz. Auch ich will’s manchmal nicht wahrhaben.
Die Leitung eines Unternehmens erfordert Weitblick und Umsicht. Wie haben Sie in Zeiten der Krise den Überblick behalten?
Wir haben uns von den Negativmeldungen nicht verrückt machen lassen und sind unseren Weg unbeirrt weitergegangen. 2009 war definitiv das beste Jahr überhaupt – mit dem höchsten Mitarbeiterstand.
Mit welcher Strategie behaupten Sie sich insbesondere in wirtschaftlich schlechteren Zeiten gegen Brillen-Diskonter?
Fast alle Menschen assoziieren mich mit Optik Ruck in Fehring. 80 Prozent meines Umsatzes mache ich aber nicht in Fehring, sondern in Regionen wie zum Beispiel in Eisenstadt, wo die Kaufkraft sehr hoch ist. Es ist ein gegenteiliger Trend spürbar. Die Leute wollen ausgerechnet in schlechteren Zeiten Qualität kaufen und schauen sich genau an, was sie für ihr Geld bekommen. In Fehring muss ich Brillen sowohl um 29 Euro als auch in der höchsten Preisklasse in der Top-Qualitätsstufe anbieten. Theoretisch gibt es kein Argument, die Brille beim Diskonter zu kaufen. Wir können jeden Kunden bedienen. Das unterscheidet uns von Mitbewerbern und deshalb spüren wir die Krise nicht so stark.
Ist es nicht so, dass man beim Diskonter die gleiche Brille um weniger Geld bekommt?
Nein, nein! Das ist absolut ein Irrglaube. Wir haben ja ganz andere Produkte im Sortiment. Es gibt keinen wirklichen Preisvorteil bei den großen Ketten. Für uns Optiker sind die großen Ketten sogar ein Segen. Sie machen extrem viel Werbung, sie bringen die Optiker in die Medien.
Ihr persönliches Steckenpferd ist das Optikergeschäft. Wo haben Sie denn Ihre Ausbildung absolviert?
Die Ausbildung haben eigentlich alle Optiker, die heute hier im Bezirk arbeiten, bei der Firma Sitter bekommen. Dort habe auch ich meine Lehre gemacht. Das war in den 80er-Jahren. Nach der Auflösung des Unternehmens Sitter und weiteren Praxisjahren habe ich die HTL für Optometrie in Hall in Tirol besucht und mich danach im Jahr 2001 mit meinem ersten Optikergeschäft in Fehring selbständig gemacht. 2002 hab ich die erste Medakustik-Hörgerätefiliale – ebenfalls hier in Fehring – eröffnet.
Sie betreiben Filialen in vier Bundesländern. Wie wichtig ist Ihnen die Heimat?
Ich versuche, die Optiker-Werkstatt und das Labor für die Hörgeräteakustik in Fehring zu halten, was nicht immer ganz einfach ist. Die Heimat liegt mir am Herzen. Ich möchte in meiner Region Arbeitsplätze schaffen und für die Menschen hier etwas bewirken. Wir haben schon fünf Lehrlinge ausgebildet und einige Umschulungen ermöglicht.
Was hat Sie dazu motiviert, den Schritt ins Unternehmertum zu wagen, und wann werden Sie genug haben von der kontinuierlichen Expansion?
Vorwiegend haben der Spaß an der Arbeit und der Umstand, dass ich mich nicht gerne unterordne, den Ausschlag gegeben. Zur angesprochenen Expansion muss ich sagen: Ich arbeite auf kein Endziel hin. Der Weg ist das Ziel. Ich muss nicht irgendwann 120 Filialen besitzen. Wir müssen einmal darauf schauen, dass wir eine Betriebsgröße erreichen, wo wir uns ein mittleres Management leisten können. Heuer werden zwischen zwei und vier Filialen dazukommen.
Sie besitzen derzeit zwölf Filialen. Sind Sie reich?
Das Finanzielle ist eine angenehme Nebenerscheinung. Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Es gibt ja auch Nachteile. Zum Beispiel kommt die Familie zu kurz. Den großen Reichtum gibt’s nicht. Es geht uns zwar gut, so wirklich was davon haben werden aber erst unsere Kinder. Wir leisten gerade die Aufbauarbeit. Uns darf kein Fehler passieren. Wir investieren noch relativ viel.
Wie und wo können Sie so richtig entspannen?
Es gibt einen Termin, der mir heilig ist. Seit mittlerweile sechs Jahren lege ich mich alle 14 Tage bei Pepi Lienhart aufs Behandlungsbett.






Sasstalbeach am 17. Juli
Schinkenfest, 17. und 18. 7. 2010
Sportfest Petzelsdorf, 10.7.2010
Egon 7 live, 8.7.2010
Wasserfest, 2.7.2010
Gungerlfest, 3.7.2010
Erlebnisnacht Straden, 2.7.2010
Lange Nacht des Einkaufs, 2.7.2010
Juego Finale, 25.6.2010
Sunset Party, 26.6.2010









