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22.12.2009 18:37 Uhr

Computerprofi mit Spürsinn

FSSF-Chef Günter Fullmann hält in der schnelllebigen IT-Branche seit 20 Jahren Schritt mit der Zeit.

Computerprofi mit Spürsinn - Günter Fullmann leitet seit 20 Jahren die FSSF Technotrade Computer GmbH mit Sitz in der Fürstenfelder Hauptstraße.
Günter Fullmann leitet seit 20 Jahren die FSSF Technotrade Computer GmbH mit Sitz in der Fürstenfelder Hauptstraße.

Günter Fullmann, Geschäftsführer der FSSF Technotrade Computer GmbH in Fürstenfeld, gilt in der Region als Pionier der Informationstechnologie (IT) und hat sich auch überregional mit seinem Unternehmen einen Namen gemacht. Wie er das harte Geschäft in dieser mehr als schnelllebigen Branche sieht, wie man langfristig darin mit Erfolg besteht, was ihn prägt und was sein Leben ausmacht, erzählt er im Exklusivgespräch mit der WOCHE.


Welche Ausbildung haben Sie absolviert bzw. welcher berufliche Werdegang liegt Ihrer heutigen Tätigkeit zugrunde?
Nach einer kaufmännischen Ausbildung habe ich mir in diversen Kursen das notwendige betriebswirtschaftliche Wissen angeeignet und die Maturaschule besucht, wenn auch nicht abgeschlossen. Vor rund 25 Jahren begann ich mich dann mit dem Bereich EDV zu beschäftigen.
Was war für Sie die Veranlassung, den Weg in die Selbständigkeit zu wählen und ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Im Jahr 1989 war die Überlegung jene, dass die IT-Branche eine Marktlücke in der Region darstellt, da in dieser Sparte kaum etwas angeboten wurde. Es galt also, die hohe Lebensqualität in Fürstenfeld mit IT zu verbinden. Es war eine Herausforderung für mich, auf einem sehr hohen Level selbstständig zu arbeiten.
Wie schnell erfolgt der Generationswechsel im Bereich der EDV?
Hinter dieser Branche steckt natürlich ein extrem hoher Lernaufwand. Man ist permanent verpflichtet, sich über die eigentliche Tätigkeit in der Firma hinaus weiterzubilden. Ich denke, es bedarf auch viel Erfahrung, um die menschliche Qualität mit dem Wissen auf diesem Gebiet richtig zu kombinieren.
Welche Rolle spielt dabei die Kontinuität?
Ich meine, man muss sich zu seinen Werten bekennen. Es ist wichtig, mit den Mitarbeitern den Wissensstand weiter zu entwickeln. So haben wir heuer ein sehr aufwendiges Ausbildungsprogramm absolviert, wo wir nicht nur in IT-relevanten Themen unterrichtet wurden, sondern wo auch die Persönlichkeitsbildung von großer Bedeutung war. Flexibilität ist natürlich ebenso erforderlich.
Bringt Networking entscheidende Vorteile am Markt?
Ohne Netzwerke ist es nicht möglich, in dieser Branche zu überleben, da das erforderliche Wissen auf dem IT-Sektor für eine Person nicht zu bewältigen ist. Wir arbeiten österreichweit in einem Netzwerk, wo über 150 zertifizierte Mitarbeiter vorhanden sind. Auch lokale Netzwerke sind natürlich sehr wichtig.
Wie würden Sie Ihren Führungsstil bezeichnen?
Ich glaube, ich werde von meinen Mitarbeitern sehr geschätzt. Umgekehrt bin ich davon überzeugt, dass wir sehr kompetente Mitarbeiter haben. Als Chef habe ich eine gewisse Vorbildfunktion, sei es jetzt auf der kommunikativen oder auf der Wissensebene. Eine sehr gute Zusammenarbeit ist einfach sehr wichtig und dieses Teamwork funktioniert bei uns perfekt.
Wieviele Stunden am Tag arbeiten Sie?
Ich bin acht Stunden im Betrieb, und benötige noch etwa zwei bis drei Stunden für meine Arbeit zuhause, für Vorbereitungen etc., also sind das rund zehn bis elf Stunden im Schnitt pro Tag – das war früher schlimmer. Die Wochenenden halte ich mir frei, außer es gibt Projekte, die unaufschiebbar sind.
Worin finden Sie den Ausgleich zum Beruf?
Meine Familie ist ein sehr guter Ausgleich, und natürlich gibt es Unternehmungen, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Da bietet sich Lesen und im Sommer auch Schwimmen an. Eines meiner größten Hobbys ist die Musik.
Gibt es etwas, das Sie sich unbedingt erfüllen möchten?
Ein großer Wunsch ist, mit einer Band einige Auftritte zu absolvieren. Am Herzen liegt mir die Jugend, der es gilt, Lebensperspektiven zu verschaffen.
Welches Instrument spielen Sie?
Ich spiele Gitarre, vorzugsweise Rock und Blues. Außerdem habe ich einmal bei der Gruppe Maoam gespielt.
2010 steht vor der Tür. Haben Sie einen Vorsatz für das neue Jahr?
Unser Vorsatz ist, unsere Qualität noch weiter zu steigern, um auf Kundenwünsche noch besser eingehen zu können. Privat möchte ich Zeit haben für meine Familie und die Kinder. Wichtig ist, dass alle gesund bleiben.

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