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09.02.2010 13:29 Uhr

In „Turmrechnen“ eine glatte Fünf

Die Schlussabrechnung für den Murturm Gosdorf sorgt nun für politischen Zündstoff kombiniert mit berechtigter Sorge.

In „Turmrechnen“ eine glatte Fünf - Noch höher als der Turm stiegen die Forderungen der Stahlbaufirma. Laut Anton Vukan gibt es dazu aber weder mündliche noch schriftliche Zusagen.
Noch höher als der Turm stiegen die Forderungen der Stahlbaufirma. Laut Anton Vukan gibt es dazu aber weder mündliche noch schriftliche Zusagen.

Die Firma hat sich scheinbar schon am Beginn verkalkuliert. Die Forderungen, die nun mit der Schlussabrechnung gestellt wurden, haben keine Berechtigung“, gäbe Bürgermeister Anton Vukan der oberösterreichischen Stahlbaufirma in „Turmrechnen“ eine glatte Fünf, würde es dafür diese Note geben.
Mit dieser Schlussabrechnung, die dem Vorstand Ende Jänner präsentiert wurde, käme der Turm auf das Vierfache der ursprünglich veranschlagten 382.000 Euro. 1,5 Millionen Euro brutto forderte die Firma GLS Ende Oktober 2009. Eine Zahl, die nun vor allem die ÖVP auf die Barrikaden steigen lässt. Landtagsabgeordneter Anton Gangl hatte in den Vorgängen auch gleich Munition gefunden: „Bürgermeister Vukan ist der engste Mitarbeiter von Landeshauptmann Voves. Es ist völlig auszuschließen, dass Voves von diesem Projekt nicht informiert war. Nun soll er auch die Mehrkosten von 1,2 Millionen übernehmen!“ Gangl befürchtet, dass die Gosdorfer die Mehrkosten durch Erhöhung aller Abgaben zu bezahlen haben. Was ihn zusätzlich „richtig zornig“ macht, ist die Informationspolitik von Bürgermeister Vukan: „Die Opposition, und hier vor allem ÖVP-Gemeindekassier Gerhard Rauch, wurde nicht informiert. Vukan hat sich undemokratisch und wie ein Alleinherrscher benommen!“
Diese Vorwürfe und die Zahlen der Schlussabrechnung lassen aber auch bei Anton Vukan die Parteifarbe ins Gesicht steigen. Die Forderungen der Firma hätten keine Berechtigungen. Die Rechnung wurde von Architekt Klaus Loenhart überprüft und korrigiert an die Firma retourniert. Auch er sieht diese Forderungen als nicht gerechtfertigt an. Vukan hat auf die Vorwürfe von Gangl auch gleich eine Antwort parat: „Erstens stimmen die Zahlen nicht und zweitens stellt sich die ÖVP auf die Seite der Firma und unterstützt diese ungerechtfertigten Forderungen.“ Und Vukan legt auch gleich Zahlen auf den Tisch. Mit den anerkannten Mehrkosten von 96.000 Euro kostet der Turm samt Betonsockel und Planung in Summe 586.00 Euro. Die Förderungen von Land und EU betragen 500.000 Euro.

walter.schmidbauer@woche.at

fernbach
16.02.2010, 14:01
hr.
schlussrechnen dürfte nicht die stärke des ortsvorstandes sein,sonst hätte er im vorfeld schon bei diesen zahlen aufschreien müssen!!! wie kommt die fa. auf auf 1,5mio? wenn der turm samt sockel und planung 586000€kosten, zusätzlich der förderung von 500000€ machen in summe1086000€aus! ein sehr unverständlicher artikel des journalisten bezüglich einer kosten- rechnung. was wollen sie in dem artikel eigentlich ausdrücken???
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