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09.03.2010 10:51 Uhr

Kommentar

Verkörperung des Bösen

  • kol_knittelfelder -

That‘s Bingo! Niemand anderer als Christoph Waltz hatte heuer den Oscar für seine Darbietung in Tarantinos Inglorious Basterds mehr verdient. So atemberaubend facettenreich verkörperte schon lange niemand eine perfide Gestalt im Film. Bösewichte sind interessanter zu spielen, meinte dieser kürzlich. Er trieb’s an die Spitze – es stockte einem der Atem, wenn man ihn beobachtete (z.B. bei dem Apfelkuchen-Gespräch). Das Böse oder Schlechte im Menschen kann man auch im wahren Leben treffen. Wie Rafael Starman (siehe Story), der für seinen Film „Karl, in der Au“ plötzlich allein im Gefängnis einem Verbrecher gegenübersaß, der ihm auf seine Frage, wieso er hier sei, gestand: „Ich habe meine Frau umgebracht.“ In dieser Szene bedarf es keines Filmes, da stockt einem auch so kurz der Atem!

christian.knittelfelder@woche.at


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