Als die Raab und die Ungarn vor Wut schäumten, waren die Übeltäter schnell ausgemacht. Der Schaum auf dem Grenzfluss wurde vor drei Jahren insbesondere auf die Einleitung chemisch gereinigter Abwässer zurückgeführt.
Heute – nach kostspieligen Untersuchungen – ist man freilich gescheiter. Die Schaumbildung ist ein multifaktorielles Ereignis, sie hat also verschiedene Ursachen. Dennoch hat bisher ausschließlich die Lederindustrie als Sündenbock herhalten müssen. Investitionen in Millionenhöhe waren die Folge.
Ungarn wollte damals unseren Lederproduzenten das Fell über die Ohren ziehen. Sie schossen sich – freilich nicht ganz zu Unrecht – auf die Gerber ein. Als unsere Nachbarn auch noch mit einem Boykott österreichischer Produkte und mit einer Anzeige bei der EU drohten, war die österreichische Regierung sofort um Schadensbegrenzung bemüht. Wie es die Ungarn verlangten, haben die Ledererzeuger ordentlich geblutet. Auch kommunale Kläranlagen wurden unter die Lupe genommen.
Gegen diffuse Einleitungen und folgenreiche Einschwemmungen landwirtschaftlicher Dünge- und Spritzmittel wurde hingegen nicht viel unternommen. Vielleicht lautet das Motto des zuständigen Lebensministeriums ja: Lieber ein paar Bauernopfer als unsere Bauern opfern!
heimo.potzinger@woche.at






Sasstalbeach am 17. Juli
Schinkenfest, 17. und 18. 7. 2010
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Egon 7 live, 8.7.2010
Wasserfest, 2.7.2010
Gungerlfest, 3.7.2010
Erlebnisnacht Straden, 2.7.2010
Lange Nacht des Einkaufs, 2.7.2010
Juego Finale, 25.6.2010
Sunset Party, 26.6.2010









