Die Bürger sollen entscheiden

Eine Bezirkshauptmannschaft im Visier der Reformen: Bis Sommer soll laut Weber geklärt sein, welche Referate bleiben. Fotos. WOCHE

Bad Radkersburg: Bezirkshauptmannschaft | Eine Volksbefragung kann in Radkersburg Bezirkszugehörigkeit von Orten klären.

Eine Volksbefragung kann sich Landtagsabgeordneter Martin Weber (SP) in Sachen Bezirksreform für Radkersburger Gemeinden vorstellen. Bei einer Bezirkszusammenlegung mit Feldbach gibt es nämlich Widerstände von Gemeinden an der Mur. Nach Mureck und Gosdorf hat nun auch der Gemeinderat von Murfeld einen Beschluss gefasst, im Falle einer Bezirksreform zum Bezirk Leibnitz zu wollen.

Offener Brief aus Mureck

Über eine Zusammenlegung wird immer weniger hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Aktuell soll sie mit der Pensionierung des Feldbacher Bezirkshauptmannes Wilhelm Plauder noch in diesem Jahr werden. Auch der Bezirk Fürstenfeld könnte in diese Reform miteingebunden werden.
Mit einem offenen Brief an die Landesregierung und an die politischen Vertreter reagierte die Stadtgemeinde Mureck auf die Diskussionen zur Bezirkszusammenlegung. Darin wird noch einmal auf den einstimmigen Gemeinderatsbeschluss hingewiesen. Die Orientierung der Bürger nach Leibnitz habe historische Wurzeln. Weiterführende Schulen, Fachärzte und vor allem die verkehrstechnische Anbindung der Region sprechen für Leibnitz und gegen Feldbach, heißt es in dem Brief weiter. Auch auf die Gemeindereform wird hingewiesen: „Aus geografischer Sicht muss eine Zusammenlegung des Bezirkes Radkersburg, oder aber zumindest der Gemeinde Mureck, mit dem Bezirk Leibnitz als einzig sinnvolle Variante betrachtet werden. Im Falle der Umsetzung der aktuellen Pläne für die Zusammenlegung der Gemeinden im Bereich der Kleinregion Mureck würde die neu entstehende Einheit aus heutiger Sicht unmittelbar an den Bezirk Leibnitz angrenzen.“
Zu einer möglichen Volksbefragung fügt Martin Weber noch an: „Sie soll auf Basis von Sachargumenten erfolgen und nicht mit Suggestivfragen, wie es bei ähnlichen Befragungen schon passiert ist.“


„Möglichst viele Einrichtungen sollen bei einer Reform in Bad Radkersburg bleiben.“
Martin Weber, Abgeordneter

walter.schmidbauer@aon.at

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Armin klein aus Leibnitz am 17.02.2012 um 09:50 Uhr  
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