Kapitulation gehört nicht zu seinem Leben

Sie haben einen guten Draht zueinander: Monika Haas vom Roten Kreuz Radkersburg und Krebspatient Herbert Rataj. Foto: WOCHE

Bad Radkersburg: Rotes Kreuz | Glaube an die Heilung und der Kampf gegen die Krankheit sind für Herbert Rataj wichtig.

Aus der beeindruckenden Geschichte des Herrn Rataj sehe ich, dass jeder Mensch früher oder später in seinem Leben Situationen erlebt, wo er unter schwierigen Umständen zurecht kommen muss“, ist Monika Haas vom Roten Kreuz Radkersburg voller Bewunderung für einen ihrer „Schützlinge“.
Herbert Rataj, ein in St. Peter am Ottersbach lebender, pensionierter Maschinenbauer wurde vor nunmehr fast vier Jahren mit einer folgenschweren Diagnose konfrontiert: Krebs an der Blase. Mittlerweile hat der rüstige 87-Jährige drei Operationen und eine anstrengende Strahlentherapie hinter sich und verlor in dieser Zeit auch noch seine Lebenspartnerin, mit der er 63 Jahre verheiratet war.

Ein guter Draht

Mit schweren Erkrankungen machte Rataj in seinem Leben schon zwei Mal Bekanntschaft. Als junger Kriegsgefangener erkrankte er an Ruhr und magerte auf 47 Kilogramm ab. Vor 35 Jahren erzwang ein Herzinfarkt einen Ortswechsel von der Industriestadt Voitsberg ins ländliche St. Peter. Beruflich hatte der Techniker sehr viel mit Draht zu tun und lernte dabei auch viele Länder kennen.
Einen guten Draht hat der Patient Rataj zu den Dienstleistern unseres Gesundheitssystems. „Die Ärzte haben meinen Respekt. Wichtig ist, daran zu glauben, dass man es heilen kann. Und dass man nicht nachgibt und aufgibt. Ich habe das Kapitulieren nicht gelernt“, ist der Techniker auch im Lebenskampf auf Draht. Dankbar ist der belesene Pensionist auch dem Roten Kreuz, wo Mitarbeiterin Monika Haas seine Anschauungen teilt: „Herr Rataj zeigt uns, wie wichtig in so einer Situation das Vertrauen zu den Ärzten, die Beharrlichkeit in der Genesungsphase und der Glaube und die Überzeugung es zu schaffen, sind.“ Beide finden den Erhalt von Lebensgewandtheit und Lebensfreude für wichtig, denn Gesundheit ist für sie nicht allein das Dasein ohne Krankheit.


walter.schmidbauer@aon.at

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