Unimog und Gelände: Offner meistert beides
Lukas Offner wurde mit seinem Unimog 416 heuer Vierter bei der Truck-Trial-EM.
Es ist sicher eines der außergewöhnlichsten Dinge, die man mit einem allradbetriebenen Fahrzeug nur machen kann – Truck-Trial. Dieser Leidenschaft ist der Feldkirchner Lukas Offner verfallen. Bei Truck-Trial handelt es sich um Geschicklichkeitsprüfungen für allradangetriebene Fahrzeuge auf einer abgesperrten Strecke. Trails sind geländespezifische Geschicklichkeitsprüfungen. Dabei sind Tore aufgestellt, die in beliebiger Reihenfolge abgefahren werden können. Werden Fehler gemacht, gibt’s Strafpunkte.
Jüngster Fahrer
Offner, mit 21 Jahren der jüngste Fahrer in seiner Klasse, hat erst die dritte Saison mit seinem Unimog 416 absolviert und eine kleine Sensation geschafft. Offner pilotierte den Unimog in der Europameisterschaft auf den vierten Gesamtrang – in seiner Klasse S2. „Der dritte Gesamtrang wurde knapp verfehlt“, so Offner und: „Vorne landeten alles ehemalige Europameister.“ Sein bestes Einzelergebnis fuhr Offner in Kitzbühel (2. Platz): „Kitzbühel war schon eine besondere Herausforderung, weil man da nur auf Stein unterwegs ist. Aber es sind auch alle anderen Trails spannend.“
Insgesamt sechs Trials in Österreich, Deutschland, Frankreich und Tschechien wurden im Rahmen der EM gefahren. Mit einem Problem müssen die beiden jedoch kämpfen, nämlich kein Trainingsgelände zu haben. „Learning by doing lautet das Motto. Erfahrung sammelt man beim Fahren vor Ort. Viel trainieren kann man eh nicht, weil die Gelände überall anders aussehen“, so Offner, der schon in jungen Jahren von Unimogs fasziniert war. Warum er sich Truck-Trial „antut“, erklärt er folgend: „Im Großen und Ganzen ist es der Adrenalinkick, man lotet Grenzen mit dem Fahrzeug aus und ist oft überrascht, dass man eine Strecke doch irgendwie geschafft hat.“ Offner baut und wartet sein Fahrzeug übrigens selbst. Infos: www.truck-trial.at.
